Stadt aus Silber von Ray Peter Maletzki und Ginan Seidl

Einladung zu Stadt aus Silber

Vom 19. – 22. Februar 2015 zeigen Ray Peter Maletzki und Ginan Seidl ihre Arbeit “Stadt aus Silber” als 8-Kanal-Videoinstallation im Aktionsraum “HelleralsdasLicht” in Leipzig.
Emerson Culurgioni (Filminitiative Leipzig, FILZ) wird am Donnerstag, den 19. Februar die Ausstellung mit einem Kommentar zur Arbeit eröffnen.
Im Anschluß daran, wird der Soundkünstler “Kailin” aus London eine speziell zu diesem Anlass entstehende Arbeit performen. stadtaussilber-le

Arirang – Bekenntnisse eines Filmemachers. Einführung und Screening am 12.02.2015 19:30 Uhr in der naTo Leipzig

flyer arirang_pf Ein filmisches Zwiegespräch des koreanischen Regisseurs KIM Ki-duk (Die Insel / Frühling, Sommer, Herbst, Winter… wieder Frühling / Samaria) mit dem Menschen KIM Ki-duk anlässlich seiner – in Folge eines tragischen Unfalls am Set von Dream (2008) – Schaffenskrise. Arirang thematisiert aber nicht nur das Individuum und seine Krise, er stellt auch die Frage nach Repräsentationskraft und Wahrheitsgehalt des Bildes und vor allem nach der Position des Autors. Das Werkzeug hierfür: dem Publikum eindeutige Bilder und Geschichten, also die Leinwand als Projektionsfläche zu verweigern, sodass dieses sich nicht auf das sichere Terrain des Beobachtens zurück ziehen kann. Die Distanz KIM Ki-duks zur Kamera ist – symbolisch – gleich der des Publikums. Es stellt sich die Frage: Wer beobachtet wen? Anlässlich einer Retrospektive des Regisseurs im Berliner Arsenal 2013 schreibt dieses: “KIM Ki-duks Filme zeigen, wie kapitalistische Tauschverhältnisse auf patriarchalen Gewaltverhältnissen gründen.” In Arirang installieren sowohl der befragte / befragende KIM als auch das sehende / gesehene Auditorium das gegenseitige Gewaltverhältnis über den Film als Tauschobjekt. 10317704_869265476449086_3139244759861239774_ohandout spiegel

Wann? 12.02.2015 19:30 Uhr (OmU)
Wo? Cinématèque in der naTo Leipzig e.V.
Einführung: Nicolas Rossi & Jonas Matauschek – Filmische Initiative Leipzig (FILZ)

FILZ Screening: ARIRANG – Bekenntnisse eines Filmemachers. 12.02.2015 19:30 Uhr in der naTo Leipzig

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Ein filmisches Zwiegespräch des koreanischen Regisseurs KIM Ki-duk (Die Insel / Frühling, Sommer, Herbst, Winter… wieder Frühling / Samaria) mit dem Menschen KIM Ki-duk anlässlich seiner – in Folge eines tragischen Unfalls am Set von Dream (2008) – Schaffenskrise. Arirang thematisiert aber nicht nur das Individuum und seine Krise, er stellt auch die Frage nach Repräsentationskraft und Wahrheitsgehalt des Bildes und vor allem nach der Position des Autors. Das Werkzeug hierfür: dem Publikum eindeutige Bilder und Geschichten, also die Leinwand als Projektionsfläche zu verweigern, sodass dieses sich nicht auf das sichere Terrain des Beobachtens zurück ziehen kann. Die Distanz KIM Ki-duks zur Kamera ist – symbolisch – gleich der des Publikums. Es stellt sich die Frage: Wer beobachtet wen? Anlässlich einer Retrospektive des Regisseurs im Berliner Arsenal 2013 schreibt dieses: “KIM Ki-duks Filme zeigen, wie kapitalistische Tauschverhältnisse auf patriarchalen Gewaltverhältnissen gründen.” In Arirang installieren sowohl der befragte / befragende KIM als auch das sehende / gesehene Auditorium das gegenseitige Gewaltverhältnis über den Film als Tauschobjekt.

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ARIRANG ist der erste Film der dreiteiligen Reihe “Der Venezianische Spiegel”, die in loser Reihenfolge bis zum April 2015 in der naTo Leipzig zu sehen sein wird, initiiert durch die Cinématèque. Ein “venezianischer Spiegel” reflektiert eintreffendes Licht, lässt jedoch einen gewissen Anteil des Spektrums zur anderen Seite hindurch. Auf diese Weise ist das Geschehen einseitig beobachtbar, während das Gegenüber nur sein eigenes Spiegelbild erkennt. In den drei Teilen der Reihe definieren wir Autorschaft, Bild/Erzählung und Publikum gleichberechtigt auf derselben Ebene. Das Bild verliert dabei seinen identifikatorischen Charakter, Autorin/Autor bleiben präsent und treten dem Publikum auf Augenhöhe entgegen. Die Kamera ist, technisch und ideell, als Auge und Projektionsapparat Spiegelebene dieser Konstellation und somit nicht die übliche, abwesende, zentralistische, bildgebende Autorität. In ihr wird der Ereignishorizont in beide Richtungen teilweise durchlässig.

Wann? 12.02.2015 19:30 Uhr (OmU)

Wo? Cinématèque in der naTo Leipzig e.V.

Einführung: Filmische Initiative Leipzig (FILZ)

Filz-Filmtipp: “Ich will mich nicht künstlich aufregen” von Max Linz, 20 Uhr naTo LEIPZIG

BRD 2014, deutsche OF, 84 minRegie: Max Linz 
mit Sarah RalfsHannelore HogerBarbara HeynenPushpendra Singh 
Format:MPEG 4

Könnte man nicht auch die Spielfilme mal beim Wort nehmen? Könnten die, die da reden, wirklich meinen, was sie sagen? Asta Andersen ist Kuratorin, tough, durchgestlyed, theoriegestählt, das gängige Vokabular der Kulturszene perlt ihr elegant von den Lippen. Im Kampf um die Finanzierung ihrer Ausstellung „Das Kino. Das Kunst“ über den Zusammenhang von Kino, Kunst und Politik verscherzt sie es sich in einem Radio- Interview mit ihren Geldgebern, öffentliche Mittel werden auf Eis gelegt. Schließlich sucht sich Asta internationales „backing“ bei einem indischen Freund, der zum Glück zufällig vor Ort ist, als es irgendwo im Grünen zur folgenreichen Begegnung mit ihrer Widersacherin, Frau Ober-Kultur-Intenzentin, kommt.
ICH WILL MICH NICHT KÜNSTLICH AUFREGEN zeichnet ein sarkastisch-groteskes Berlin- und Deutschlandbild, das die unbehaglichen Arrangements der kontemporären Kulturszenen mit falschen Verhältnissen rücksichtslos entlarvt. Ein radikales politisches Statement, bei dem die Wut hinter der Kamera deutlich zu spüren ist.

Trailer

FILZ-FILMTIPP: “ICH WILL MICH NICHT KÜNSTLICH AUFREGEN” VON MAX LINZ, 20 UHR NATO LEIPZIG

BRD 2014, deutsche OF, 84 minRegie: Max Linz 
mit Sarah RalfsHannelore HogerBarbara HeynenPushpendra Singh 
Format:MPEG 4

Könnte man nicht auch die Spielfilme mal beim Wort nehmen? Könnten die, die da reden, wirklich meinen, was sie sagen? Asta Andersen ist Kuratorin, tough, durchgestlyed, theoriegestählt, das gängige Vokabular der Kulturszene perlt ihr elegant von den Lippen. Im Kampf um die Finanzierung ihrer Ausstellung „Das Kino. Das Kunst“ über den Zusammenhang von Kino, Kunst und Politik verscherzt sie es sich in einem Radio- Interview mit ihren Geldgebern, öffentliche Mittel werden auf Eis gelegt. Schließlich sucht sich Asta internationales „backing“ bei einem indischen Freund, der zum Glück zufällig vor Ort ist, als es irgendwo im Grünen zur folgenreichen Begegnung mit ihrer Widersacherin, Frau Ober-Kultur-Intenzentin, kommt.
ICH WILL MICH NICHT KÜNSTLICH AUFREGEN zeichnet ein sarkastisch-groteskes Berlin- und Deutschlandbild, das die unbehaglichen Arrangements der kontemporären Kulturszenen mit falschen Verhältnissen rücksichtslos entlarvt. Ein radikales politisches Statement, bei dem die Wut hinter der Kamera deutlich zu spüren ist.

Trailer

BAAL von Volker Schlöndorff – ein Film der nach 44 Jahren wieder gezeigt werden darf

Marseille, 26.11.2015 – Cinéma Variété. Die Laudatio wird von einer Professorin der Filmgeschichte gehalten, zusammen mit einer Referatsleiterin des Goethe-Instituts. Die Wissenschaftlerin verweist auf die langjährige Pause, in welcher der Film aufgrund einer entsprechenden offiziellen Unterlassungsaufforderung nicht gezeigt werden durfte. Dies hatte die Witwe Fassbinders Helene Weigel durchgesetzt.

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Fassbinder war damals noch unbekannt; die Rolle schien ihm auf den Leib geschnitten zu sein. Als zynisch-rebellische Verkörperung von Brecht, schleppt er sich von Fiesheit zu Fiesheit; in 24 Etappen erschließt sich das “Stationendrama” bis hin zum obligatorischen Exodus des ausgebrannten Genies. Man fühlt sich stellenweise an Rolf-Dieter Brinkmann und Kinski erinnert, deren Einflüsse kaum von der Hand zu weisen sind. Schlöndorff flechtet zudem u.a. Villon ein und versetzt die Kollage mit verstörenden Free-Jazz-Exzessen. Ein lyrischer Essay, der dem Publikum an diesem Abend sehr zu gefallen wusste.