GEGENkino-Festival in Leipzig

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Vom 16.4. bis 26.4.2015 findet im UT Connewitz, dem Luru-Kino und der Schaubühne Lindenfels das zweite GEGENkino-Festival statt. Den thematischen Schwerpunkt der zweiten Festivalauflage bildet die Sektion Vaginale:

Ganz nebenbei und unter uns: welcher finstere Ort verschafft mit seinen Filmchen mindestens soviel Freude wie das Kino? Na klar: die Pornokabine. Wir transportieren in diesem Jahr einen Teil unseres Programms von einer dunklen Kabine in eine andere… Dabei teilen wir keineswegs die stillschweigende kulturpessimistische Auffassung, Pornographie oder die filmische Darstellung von Lust und Sexualität seien als mediale Ergänzung der Triebabfuhr stets einfach nur billig, vulgär und ästhetisch minderwertig! Denn seit Beginn der Ausbeutung des weiblichen Körpers gibt es ihn – den unterhaltsamen, ästhetisch anspruchsvollen, den kritischen und subversiven Porno.Auf der Suche nach ihm steigen wir mit unserer Sektion Vaginale in aktuelle Kontroversen um die Darstellung weiblichen Verlangens ein und wagen auch den Blick unter die Gürtellinie. Wir zeigen rebellische und zugleich formal ausgereifte Pornografie, aber auch Filme, die sich nicht explizit mit der weiblichen sexuellen Identität auseinandersetzen.

GEGENkino präsentiert zum Thema Filme, die Videoausstellung all eyez on v  und die Podiumsdiskussion PussyPop-Pornographie in Film und Gesellschaft. Im Institut für Zukunft werden bei submit to v Filmloops, Performances und Live Acts zu sehen sein. Neben dem Themenschwerpunkt gibt es unter anderem die Stummfilm-Live-Vertonung Videokills- Invisible City Symphonies. Eröffnet wird das Festival mit dem ukrainischen Film The Tribe, einem ,,stillen Blick auf die Macht- und Gewaltstrukturen eines Internats für Gehörlose.”

 

Mehr Informationen und das Programm gibt es hier:

GEGENkino

Vorbereitung für das Filmexperiment “DREI WEGE” läuft auf Hochtouren

Ein Film von drei Filmemachern über drei Filmemacher und das Filmemachen

Denni_HG Auf dem Weg zu Fuß von Paris, Sankt-Gallen bzw. Berlin zur „Mitte“, sinnieren Emerson Culurgioni, Jonas Matauschek und Nicolas Rossi über filmische Fragen anhand der Lebenswerke von Peter Liechti, Harun Farocki und Chris Marker. Abschiednehmend von drei einflussreichen Essayfilmemachern, widmet sich jedes Mitglied einem einzelnen Medium in Form eines Totenmarschs vom jeweiligen Sterbeort der Filmemacher. Auf der einen Seite, stellt die Wanderung metaphorisch eine Art umgekehrten Totenmarsch (vom Sterbeort weg) dar – andererseits findet eine Annäherung statt; nämlich die zur eigenen künstlerischen Handschrift… IMG_1661

Meine Gedanken schlafen ein, wenn ich sitze; mein Geist rührt sich nicht, wenn meine Beine ihn nicht bewegen.

Michel de Montaigne [Essais, III, Frankfurt/M 1998, 72ff.]

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Wir können auch ohne weiteres sagen, dass es uns oft gelingt, gleichmäßig zu gehen und gleichmäßig zu denken, aber diese Kunst ist offensichtlich die allerschwierigste und die am wenigsten zu beherrschende. (…)

Auf Seumes Fersen. Von der Bewegung des Denkens im Gehen. (Bayerischer Rundfunk 2013). http://www.deutschlandfunk.de/feature-auf-seumes-fersen-von-der-bewegung-des-denkens-im.866.de.html?dram:article_id=312825