Klaus Wildenhahn zum Dokumentarfilm

„„Das Kriterium für Wahrheit und Würde des Dokumentarfilms liegt Wildenhahn zufolge in einer besonderen Nähe des Filmenden zum Gefilmten. Sie ist nicht in erster Linie ästhetisch definiert, sondern moralisch und politisch. Die Tugend des Dokumentarfilmers zeigt sich in der behutsamen, gespannten und geduldigen Beobachtung von sozialen Prozessen und Menschen, die in der politischen und kulturellen Öffentlichkeit gewöhnlich nicht repräsentiert sind. Die Tugenden des Dokumentarfilm-Handwerks sind demnach: Langzeitbeobachtung, möglichst unauffälliges, der ´Erzählung´ des Protagonisten sich anpassenden Filmen, lange Kameraeinstellungen, selbstlose, (wie) vom Rohmaterial selbst hervorgebrachte Montage, Eliminierung oder Minimalisierung der Kommentarebene, keine synthetischen, zwischen Zuschauer und ´Erzähler´ sich drängenden ´synthetischen´ Filmelemente. Derart seine Form immer nur auf- oder herausfindend, nicht eigenmächtig bestimmend oder erfindend ist der konsequent altruistische Dokumentarfilm wildenhahnscher Prägung das Gegenteil von Formalismus: der dokumentarische Inhalt sucht und bestimmt seine Form.““

Hans-Michael Bock zitiert in: Klaus Wildenhahn, filmmakersweb.de, 23. Februar 2010

 

 

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