Wenn der Film über sich selbst nachdenkt

Lange Einstellungen, Kommentare aus dem Off, Polyphonie, bildinterne Rahmungen oder sichtbare Schnitte sind eben nicht nur Mittel, einen mitunter anstrengenden Kunstfilm zu produzieren, sondern auch Mittel, um den fiktionalen Charakter eines Films zu zeigen. Ein Film, so könnte sich Filsers keineswegs neue These zusammenfassen lassen, zeigt nicht nur Welt, sondern immer auch Bilder von Welt. Und so kommt eine Eigenart des Filmischen zum Vorschein, nämlich gleichzeitig dokumentarisch und fiktional zu sein, was Filser in Anlehnung an Gilberto Perez als „material ghost“ bezeichnet.

 

Barbara Filser: „Chris Marker und die Ungewissheit der Bilder“, Wilhelm Fink Verlag, München 2010, 515 Seiten, Deutsch, ISBN: 978-3-7705-4883-5

2 Gedanken zu “Wenn der Film über sich selbst nachdenkt

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s