Das Leben ist die schmerzhafte Ecke – das Kino die klaffende Kante

„Dieses Publikum, dem man so vollkommen die Freiheit entzogen hat und das dies alles geduldet hat, verdient weniger als jedes andere, dass man es schont. Mit dem traditionellen Zynismus derer, die die menschliche Neigung, ungerächte Kränkungen noch zu rechtfertigen, kennen, verkünden die Manipulatoren der Werbung heute in aller Ruhe, daß ‚man ins Kino geht, wenn man das Leben liebt‘. Aber dieses Leben und dieses Kino gelten gleich wenig; insofern sind sie tatsächlich beliebig  austauschbar.“

Guy Debord in „in girum imus nocte et consumimur igni“

everybody starts film clubs

Mark Kermode’s FILM CLUB

Kermode Uncut:

Outspoken, opinionated and never lost for words, Mark is the UK’s leading film critic.

He co-presents Kermode & Mayo’s Film Review on Radio 5 live, appears on the News Channel’s Film 24 and is a presenter on The Culture Show.

This twice-weekly video blog is the place where he airs his personal views on the things that most fire him up about cinema – and invites you to give your own opinions.

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montage AV

http://www.montage-av.de/a_2009_1_18.html

 

montage AV widmet sich den wissenschaftlichen Herausforderungen einer sich wandelnden Mediengesellschaft, der Theorie und Geschichte audiovisueller Kommunikation, insbesondere von Film und Fernsehen, der Diskussion neuer, richtungsweisender Forschungsansätze, den Spezialproblemen zentraler Forschungsbereiche, der interdisziplinären Theoriebildung, den Problemen einer modernen Medienausbildung. Besonderen Wert legt die Zeitschrift auf Übersetzungen, die den „Blick über den Gartenzaun“ erleichtern.

FLORIAN MUNDHENKE LEIPZIG, 04. OKTOBER 2010, MEDIALE HYBRIDE

http://www.cine-club.info/interviews/cine-club-v-florian-mundhenke#videotab

Florian Mundhenke sucht die filmtheoretische Auseinandersetzung: er schreibt Filmrezensionen und medienwissenschaftliche Analysen, gibt Seminare und hält Vorlesungen. Seit 2010 ist er Juniorprofessor für Mediale Hybride an der Universität Leipzig. Selbst exzessiver Kinogänger und Filmfestivalfan, hatte er sich gegen ein Arbeiten mit Film (Regie) und für ein Arbeiten über Film (Filmwissenschaft) entschieden. Er ist Sprecher des Netzwerks Erfahrungsraum Kino der Deutschen Forschungsgemeinschaft, das den sozialen, architektonischen und kulturellen Ort des Wahrnehmungsdispositivs Kino untersuchen will..

Mike Hoolboom: Imitations of Life 2003

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Major essay filmmaking from Canada’s Hoolboom, quite the equal to fellow Canadian Peter Mettler in the depth and range of his poetic, personal and philosophical mixed-media enquiries. An ambient assembly of diverse footages, from ads to classic clips, home movies to video diaries. Imitations explores the compulsion to document reality and the fissure between image and experience. Following the early childhood of his nephew Jack, Hoolboom delivers a profound, elegiac but often wryly humorous enquiry into the role of representation in the contemporary mindset. The presiding tone might be Markersque but the voice is Hoolboom’s own, melancholy, moving and committed. It all adds up to a poetic, persuasive evaluation of the disquieting new world we are making, and the attendant disappearances along that road.“ (Time Out, London)

Filmisches Erlebnis als Installation?

Christoph Büchl

http://www.3sat.de/mediathek/?display=1&mode=playset&obj=7121

so stelle ich mir eine gelungene Installation vor. Die einen, für den Zeitraum den es benötigt um diesen zu durchschreiten, in einen anderen Kosmos versetzt. Das ist auch was der Film macht. Egal wie groß das Quadrat ist auf dem man sich einen Film ansieht. Wenn dieser Film einen in seinen Bann zieht, schrumpfen wir in diesern Raum des quadratischen Bildschirms hinein. Was macht das 3D Kino hingegen? Es versucht aus der Leinwand in unsere Welt hinauszutreten. Das kann bis auf den visuellen Effekt nicht gelingen, da wir uns der Gefahr bewusst sind, welcher wir uns aussetzten. Die Auflösung tritt im selben Moment wie dessen Erscheinung auf. Ein Film kann nicht gefährlicher oder schockierender sein als die Gefühle die das Filmerlebnis durch die Geschichte die es erzählt in uns weckt. Gerade heute, wo wir jede Grausamkeit  durch die Medien vorgelegt bekommen haben, hat der 3D Film keinerlei Wirkung als Bild. Der Film ist immer abhängig von der Geschichte die sich vor oder den Bildern verbirgt.