Dr. Silke Horstkotte aus Leipzig: Regimes des Sehens und der Aufmerksamkeit: Literatur, Film, Filmtheorie, 1910-1930

Ein zweites laufendes Projekt wird Gegenstand einer einzeln verfassten Monographie sein. Das Vorhaben mit dem Arbeitstitel „Regimes des Sehens und der Aufmerksamkeit“ untersucht filmische und literarische Inszenierungen neuer Wahrnehmungsmuster und insbesondere einer neuen Fokussierung der Aufmerksamkeit im medialen Umbruch von älteren optischen Apparaturen zur Kinematographie im Zeitraum von etwa 1910 bis zum Ende der Stummfilmära. Zahlreiche Medientexte dieser Zeit thematisieren und präsentieren in selbstbezüglicher Weise die Regimes des Sehens und der Aufmerksamkeit, die sich im Umfeld des neuen kinematischen Mediendispositivs herausbildeten, und demonstrieren, wie die medientechnologische Innovation der Filmvorführung zu einer tief greifenden Dynamisierung der menschlichen Wahrnehmung im Zuge ihrer apparativen Zurichtung führt. Den Horizont der mediengeschichtlichen Untersuchung bildet eine umfassende Reorganisation von Wahrnehmung und Aufmerksamkeit, insbesondere in Form einer gesteigerten Bedeutung von normativen und apparativen Techniken als eines rezeptionsseitigen Umbruchs von älteren Seh-Regimes hin zur kinematischen Wahrnehmung.

 

Hier entnommen: http://silkehorstkotte.wordpress.com/projekte/

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