Nachtrag zur Veranstaltung vom 10.05.2012 – Sehen und Denken: kinetisch

An dieser Stelle muss unterstrichen werden, dass unsere intellektuelle Erfahrung formal und räumlich die optischen Phänomene, die das Auge wahrnimmt, vervollständigt und zu einem homogenen Ganzen zusammenfügt, während die Kamera das rein optische Bild widergibt (die Verzerrung, die schlechte Zeichnung, die Perspektive.

 

Moholy-Nagy in: „Light. A Medium of Plastic Expression“

 

Das hier einst eingeforderte „Neue Sehen“ (bzw. die „optische Wirksamkeit“) wurde später zu einem Charakteristikum der Avantgarde. Aber auch heutzutage machen sich experimentell-ambitionierte Filmemacher über die sich verändernden Wahrnehmungsprozesse Gedanken. Dabei ist die Verbindung des physiologischen und psychologischen Vermögen ausschlaggebend, um sich dem „Optisch-Unbewussten“ in einer filmisch-auffschlussreichen Art zu nähern.

Interpretiert aus „Ultravision. Zum Wissenschaftsverständnis der Avantgarde“ von Sabine Flach, Margarte Vöhringer (Hrsg.)

 

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