#5 SPRINGBREAKERS

SPRINGBREAKERS

Verpeilte sitzen daher jetzt im Kinodunkel und denken, dieser Film feiere die suizidale Unzurechnungsfähigkeit junger Übergeschnappter als solche. Noch Verpeiltere wollen in derlei filmischer Simulation von Exzessen eine besonders subtile Kapitalismuskritik erkennen. Die Allerverpeiltesten schließlich unterstellen dem Regisseur, er sei in Wahrheit weder Rauschtrottel noch Bedenkenträger, sondern Zyniker und wolle mithin vor allem provozieren, da es für einen Künstler ja bekanntlich nichts Schöneres gibt, als wenn ihm ein rezensierendes Mauerblümchen beim Bistumsblatt von St. Pfäffle übelnimmt, dass er mit den rostigen Folterwerkzeugen seiner Kunst unermüdlich zählebige Moralvorstellungen, Sehgewohnheiten und Hirnrinden zerpflückt.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/im-kino-spring-breakers-pippi-langstrumpf-auf-crack-12122074.html

Dies ist der Film, den Godard immer machen wollte: Ein großar­tiges Kinowerk, radikal, leicht­füßig, sexy, intel­li­gent und trans­gressiv: Eine Betrach­tung der ameri­ka­ni­sche Kultur, ihres Frusts und ihrer Depres­sion, vor allem ihres ennui – und zugleich ein Film, der den Ort des Exzeß‘ in der Popkultur ausfindig macht, und davon erzählt, wie ein paar Menschen sich im Verlust der Unschuld selber finden.
http://www.artechock.de/film/text/kritik/s/spbrea.htm

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