awordwithharold: Von der Unmöglichkeit die Gegenwart festzuhalten (wohlwissend dass es doch funktioniert)

Blogs sind Aufzeichnungstechniken der Neuen Medien, durch die Geschichte festgehalten wird. Sie sind eine Plattform zur Präsentation von multimedialen Inhalten. Werden sie von einer Person betrieben, kommen Blogs einem Videotagebuch gleich. Das führt zu einer Betrachtung des Blogs aus filmwissenschaftlicher Sicht: Die Montage dieser (eigenen) Geschichts(ein-)schreibung erfolgt durch die Wahl der hochgeladenen Medien, angereichert und vermengt durch den Kommentar. Entspricht dieser etwa der allmächtigen (vgl. Michel Chion) Off-Stimme in Textform aus dem Film? Was genau hält der Blogger fest? Bewegtbilder – gibt man sich der Illusion der Bewegung hin – sind der Beweis für die Unmöglichkeit die Gegenwart festzuhalten – das Foto dagegen tritt den schlagenden Gegenbeweis an. Es bleibt spannend.

paris

Abb: Die offensichtliche Verzerrung des expliziten Augenblicks

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