Konferenz zum Fotofilm in Brüssel

March 12-15, 2014 International conference with invited international speakers and artists organized by: Université catholique de Louvain (UCL), KU Leuven, and Lieven Gevaert Research Centre for Photography (LGC)Photofilmic Images in Contemporary Art and Visual Culture

Location: WIELS , Contemporary Art Centre, Brussels

http://www.lievengevaertcentre.be

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Schwindel der Wirklichkeit: Die Ethik der Bilder – Mit Hito Steyerl und Rabih Mroué

#1: THE ETHICS OF IMAGES | DIE ETHIK DER BILDER & #2: THE THIRD BODY | DER DRITTE KÖRPER

Mi, 12. Februar 2014 17:00 Uhr, ADK Berlin, Hanseatenweg 
Studiofoyer

Gespräch mit Hito Steyerl und Rabih Mroué. Moderation Johannes Odenthal. In englischer Sprache 

 

awordwithharold: Von der Unmöglichkeit die Gegenwart festzuhalten (wohlwissend dass es doch funktioniert)

Blogs sind Aufzeichnungstechniken der Neuen Medien, durch die Geschichte festgehalten wird. Sie sind eine Plattform zur Präsentation von multimedialen Inhalten. Werden sie von einer Person betrieben, kommen Blogs einem Videotagebuch gleich. Das führt zu einer Betrachtung des Blogs aus filmwissenschaftlicher Sicht: Die Montage dieser (eigenen) Geschichts(ein-)schreibung erfolgt durch die Wahl der hochgeladenen Medien, angereichert und vermengt durch den Kommentar. Entspricht dieser etwa der allmächtigen (vgl. Michel Chion) Off-Stimme in Textform aus dem Film? Was genau hält der Blogger fest? Bewegtbilder – gibt man sich der Illusion der Bewegung hin – sind der Beweis für die Unmöglichkeit die Gegenwart festzuhalten – das Foto dagegen tritt den schlagenden Gegenbeweis an. Es bleibt spannend.

paris

Abb: Die offensichtliche Verzerrung des expliziten Augenblicks

Bald erhältlich: Memoryscapes Filmformen – der Erinnerung von Ute Holl (Hg.) und
 Matthias Wittmann (Hg.)

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Die Publikation basiert auf der Tagung »MEMORYSCAPES – FILMFORMEN DER ERINNERUNG BASEL, 17. – 20. NOVEMBER 2011«, welche von 17. bis 20. November 2011 in Basel stattfand. Hier wurde unter anderem der Frage nachgegangen, wie beim Betrachten eines Films das eigene Gedächtnis mit unserer filmischen Erinnerung interagiert.

Das Tagungsprogramm:

Heike Klippel (Braunschweig): Gedächtnis und Kino um 1900

Pasi Väliaho (London): Contingent Pasts. Cinema, Memory, Forgetting

Brigitta B. Wagner (Bloomington): Between the Profilmic and the Virtual. Cinematic Mapping & the Memory of Place

Daniel Eschkötter (Weimar/Berlin): Im elektrischen Nebel (mit Kinogespenstern)

Rembert Hüser (Minneapolis): Sturm, Wasser, Glas

Akira Mizuta Lippit (Los Angeles): Medium Disaster 311

Johannes Binotto (Zürich): SUB 1, 2, 3, etc. Erinnerung, Wiederholungszwang und die Oberflächen des Films oder: Warum es das Unterbewusste nicht gibt

Sulgi Lie (Berlin): Anamorphosen des Affekts: Zu Hitchcocks Akusmatik der Erinnerung

Thomas Levin (Princeton/Weimar): ‚A Single Trailing Memory of Now… in the Past’. On Cinema and the Techno-Mnemonics of Surveillance

Alexandra Schneider (Amsterdam): ta-ta ta-ra ta-ta ra-ra. Autobiographie, Erinnerung, Kompressionsformate

Michael Rohrwasser (Wien): Das zweite Mal

Judith Keilbach (Utrecht): Geschichte nachspielen, Vergangenheit erinnern. Zur Erfahrungsdimension von Re-enactments

Frances Guerin (Canterbury/Paris): The Corporealization of Memory in Christian Boltanski’s Installations

Ute Holl (Basel): Robert Breer, Zeug zusammensetzen/Remembering Things. Einführung und Rundgang durch die Ausstellung

awordwithharold: Pasolini – ein universaler Visionär der Filmgeschichte

Pier Paolo Pasolini veröffentlichte bekanntlich unterschiedliche filmtheoretische Texte. Eine Publikation lautet: „Das Drehbuch als Struktur, die eine andere Struktur sein will.“ Darin betrachtet er das Drehbuch als eigene literarische Form, welche sich von anderen literarischen Formen in der Weise differenziert, dass sie “den ständigen Verweis auf ein herzustellendes Filmwerk enthält”. In Bezug auf die heutigen Hybridformen des Films, ist die Auseinandersetzung mit dem Aspekt der Selbstreferenzialität (des Mediums aus dem Medium auf das Medium) aktueller denn je.