Trilogie zum Gedächtnis: Toute la mémoire du monde, Alain Resnais, 1956

Ein filmischer Essay von Resnais, Marker und Varta (Left bank Gruppe) der zusammen mit »Les statues meurent aussi« und »Night and fog« eine Trologie um das Thema Gedächtnis darstellt. In dem Film versucht Resnais das gewaltige Archiv der Bibliothèque Nationale als Gesamtgedächntis der Welt zu behaupten. Die Bibliothek gleich ferner, mit ihren uniformierten Mitarbeitern und endlosen Korridoren, einem Gefängnis. Der Film wurde 2001 von W.G. Sebald in dessen Novelle Austerlitz aufgegriffen. Die Glanzleistung Resnais & Co. besteht in der großartigen metaphorischen Umsetzung einer Idee, deren Inhaltlichkeit eigentlich brutal und kalt ist – durch die poetische Transformation (woran viele vormals erbärmlich zu scheitern wussten) wird dem Betrachter ein neuer und erkenntnisgewinnender Zugang gewährt. 

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