Ein Mann der schläft – Un homme qui dort (Queysanne, Perec – 1974)

 

 

Ein Mann der schläft
Ein Mann der schläft (französisch Un homme qui dort) ist ein Roman des französischen Schriftstellers Georges Perec, der im Jahr 1967 veröffentlicht wurde. Der Protagonist, ein 25-jähriger Student, verweigert sich von einem Tag auf den anderen dem Leben und zieht sich in Isolation und Gleichgültigkeit zurück. Die Handlung hat autobiografische Wurzeln. Perec litt in jungen Jahren selbst an einer ähnlich verlaufenden Depression. Die Umsetzung zeichnet sich durch zahlreiche intertextuelle Verweise auf andere Werke der Literaturgeschichte aus. Auffällig ist auch die formale Gestaltung: Der kurze Roman steht überwiegend im Präsens und in der Du-Form. Er zählt zu den am geringsten untersuchten Hauptwerken George Perecs und entstand noch vor dessen Mitgliedschaft in der Autorengruppe Oulipo. Eine Verfilmung des Autors gemeinsam mit Bernard Queysanne erhielt 1974 den Jean-Vigo-Preis. Eugen Helmlés deutsche Übersetzung blieb lange unveröffentlicht und erschien erstmals im Jahr 1988.

 

Verfilmung

 

Im Jahr 1973 verfilmte Perec gemeinsam mit dem Regisseur Bernard Queysanne den Roman unter dem Titel Un homme qui dort.[40] Die Hauptrolle spielte Jacques Spiesser, Ludmila Mikaël las Passagen aus dem Roman. Durch die weibliche Stimme sollte eine eindeutige Zuordnung des „Du“ als innerer Monolog unterbunden und die ambivalente Erzählperspektive des Romans beibehalten werden. Der in Schwarz-Weiß gedrehte Film setzt neben seiner Hauptfigur vor allem wenig bekannte Pariser Winkel ins Bild. Abweichend von der Romanvorlage beruht die Verfilmung von Un homme qui dort auf mathematischen Prinzipien. Sechs Sektionen des Films zeigen exakt dieselben Dinge, Plätze und Bewegungen, die jedes Mal durch andere Kamerawinkel aufgenommen werden. Auch Text und Musik beruhen auf einer sechsteiligen Permutation und passen – mit Ausnahme weniger zufälliger Momente sowie der Schlussequenz – nicht zu den gezeigten Bildern.
Beide Regisseure gaben an, privat Hollywood-Produktionen gegenüber Kunstfilmen vorzuziehen, auch den Kinoketten war der Film zu experimentell. Erst die Verleihung des Jean-Vigo-Preis im März 1974 führte schließlich doch zu einer kommerziellen Veröffentlichung. Der Film lief vom 24. März bis zum 8. Oktober 1974 in den französischen Kinos und wurde auf verschiedenen internationalen Filmfestivals gezeigt. Es entstanden eine englische und eine italienische Sprachfassung.[41] 2007 wurde Un homme qui dort in einer DVD-Fassung veröffentlicht, die auch eine deutsche Tonspur, gesprochen von Andrea Kopsch, enthält.

 

FULL MOVIE here

Bildschirmfoto 2014-03-28 um 09.17.31 Bildschirmfoto 2014-03-28 um 09.14.54 Bildschirmfoto 2014-03-28 um 09.13.41 Bildschirmfoto 2014-03-28 um 09.14.22 Bildschirmfoto 2014-03-28 um 09.19.15 Bildschirmfoto 2014-03-28 um 09.17.57 Bildschirmfoto 2014-03-28 um 09.12.15

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s