FIRST DAY AT THE FESTIVAL IN NYON, Friday 25th of April

1. Tag in Nyon „Visions du Reel“

Freitag: Einmal am Bahnhof in Nyon angekommen, will man sich am liebsten am Bahnhofscafé zu den Stammgästen, den spartanischen Plastikstühlen und der Beton-Ästhetik trotzend, auf eine Zigarette dazugesellen. Kann man dem widerstehen, findet man seinen Weg entlang der roten „Visions du Reel“-Fahnen zum Festival Center leicht – immer Richtung Genfer See bzw. vielmehr Lac Léman.

Ein roter fehlplatzierter Containerkomplex, der als Fremdkörper zum mittelalterlichen Stadtbild und der ländlichen Atmosphäre, den Place du Marché 2 ausfüllt, erwartet einen dort; zum Vorteil dass sich unweit davon sämtliche Spielstätten des Festivals befinden.

Völlig entlegen hingegen befindet sich unsere „Unterkunft“. 11km (zirka) von Nyon entfernt, im idyllischen Château de Bossey, ein Schloss das bereits 1125 seine erste Erwähnung findet. Die Bilder sprechen für sich: https://www.bossey.ch/en

Entgegen aller Erwartungen, gab es keine Eröffnungsparty zum Auftakt des Festivals – die den ersten Tag für alle Beteiligten angenehmer gestaltet hätte. Stattdessen stand man dann unbeholfen, und von der Festival–Crew im Stich gelassen, um 21Uhr im Regen auf nassen roten Teppichen, die so angelegt waren, dass sie ein riesiges rotes Kreuz formten(!); sich den Kopf darüber zerbrechend , wo noch eine günstige Bar zu finden sein könnte (?). Nach einem letzten Gläschen Wein im Fisherman’s Pub, endete der erste Abend schon früh im Hotel – pardon. im Schloss!

Nichts desto trotz wurde am ersten Tag schon mit drei anderen jungen Filmemachern, aus Polen, Japan und Brasilien, Bekanntschaft gemacht.

Fazit: Alles in allem, ganz nett hier.

Für den Samstag, lässt nun das Frühstück im Schloss auf sich hoffen und eine „Round-Table“-Diskussion zum Thema „Doc&Art“ um 14.30h: At this round table, artists-filmmakers, film industry professionals, representatives of funding institutions, art fairs and museums discuss how to produce, exhibit and distribute documentaries at the boundaries between film and visual arts.

Alles Weitere morgen.

Grüße aus Nyon (und aus dem Schloss!)

E&J

 

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Chris Marker – The Owl’s Legacy

I remembered this fine piece of work of Chris Marker in thirteen parts that I actually never  saw as a whole.

The Owl’s Legacy (L’Héritage de la chouette)

1989, France/Greece, col., Beta sp, Television Mini-Series, 13 episodes x 26′.

Written by Jean Claude-Carrière and Chris Marker, commissioned by S.E.P.T. and financed by the Onassis Foundation The Owl’s Legacy was never broadcasted, probably not having matched the Foundation’s expectations. Searching for the western cultural foundations in the ancient Greece, the 13 episodes of this TV mini-series explore the lost resonances of thirteen words, ideas that function today in a problematic relation both with their linguistic root as well as in their customary role and exercise. (source of the text)

watch it here: http://monoskop.org/Chris_Marker

FILZ presents „LEUNA“ von Emerson Culurgioni und Jonas Matauschek

FILZ GOES FILZPRODUCTIONS

Die Filminitiative präsentiert das hauseigene Erstlingswerk LEUNA, von Emerson Culurgioni und Jonas Matauschek.

Außerdem können wir stolz ankündigen dass der Film kommenden Samstag den 26. April, seine Weltpremiere auf dem renommierten Internationalen Festival für Dokumentarfilm „VISION DU REEL“ in Nyon (CH) haben wird und am „Young-Audience“ Wettbewerb für den besten dokumentarischen Kurzfilm teilnehmen wird.

 

 

LEUNA

(2013 – HD – 13Min.)

Der Film beobachtet im Verlauf eines Tages, Personen in einer ländlichen Umgebung deren Lebens- und Arbeitsraum von der Präsenz einer Industrieanlage geprägt ist. Ihre Perspektiven erzählen vom Verhältnis zwischen Mensch und Industrie.

TRAILER auf youtube

 

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PROGRAMM VISIONS DU REEL VORFÜHRUNGEN

Samstag
26.04 18:00
Sprache: German
Untertitel: English, French
Freitag
02.05 13:30

Wir danken allen die unseren Blog verfolgen und mit uns die Liebe für den Film als auch das Denken mit Film teilen.

 

 

 

RETROSPEKTIVE: PETER LIECHTI

Angesichts des kürzlichen Ablebens Peter Liechtis sollte nochmals darauf hingewiesen werden, dass einige Filme des genialen Essayisten auf DOC ALLIANCE  als Stream oder zum Download, zur Verfügung stehen.

„What forms can documentary film take? Really extraordinary ones, as far as films by internationally renowned Swiss director Peter Liechti are concerned. To Liechti, the film medium is an open field entered by other art elements such as music and literary text. Under his directing guidance, plastic documentary images emerge, dominated by a common trait; that of a stream of imagination.“ (DOC ALLIANCE)

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Echte Gefühle: Denken im Film ||| Ausstellung in Berlin noch bis 27.04.

Wie werden Gefühle im Film transportiert, vermittelt und erzeugt? Was gilt es filmisch umzusetzen damit Authentizität erkennbar wird? Eine sicher interessante – wenn auch nicht gerade gewagte – Ausstellung hierzu ist bis Ende kommender Woche im KW Institute for Contemporary Art zu sehen. Wünschenswert wären hier ein paar mehr junge Künstler gewesen mit zeitgenössischen Ansätzen. Dennoch ist die Ausstellung abgerundet und als Überblick gut geeignet.

Mit Arbeiten von Chantal Akerman, Ed Atkins und Simon Martin, Sue de Beer, Harry Dodge und Stanya Kahn, Loretta Fahrenholz, Christian Jankowski, Jesper Just, Peter Roehr, Roee Rosen, John Smith und Mark Wallinger.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Echte Gefühle: Denken im Film 
KW Institute for Contemporary Art, Auguststraße 69, 
Mitte, Mi–Mo 12–19 Uhr, Do 12–21 Uhr, bis 27.4.

 

 

„VOM ENDE EINER SUCHE“, Ein Nachruf auf Peter Liechti (8. Januar 1951 – 4. April 2014)

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Der Schweizer Filmemacher Peter Liechti gehörte zweifelsfrei zu den wichtigsten Essayisten und Suchenden der Gegenwart. Selten ist ein Künstler so vehement seinen eigenen, wenn auch manchmal schwer zu folgenden Weg gegangen. Seine Anfangsphase war stark von der Zusammenarbeit mit Roman Signer geprägt. Sein erster Kinofilm: Signers Koffer ist sicher zu den wenigen Porträts zu zählen, die sich nicht allein von der Persönlichkeit des Künstlers ernähren, sondern eigene formale und inhaltliche Wege gehen. Da es ihm nicht möglich war eine Kunstakademie im Ausland zu besuchen, ließ er sich zum Zeichenlehrer ausbilden. Die Kunstszene empfand er schon immer als abstoßend und so wandte er sich dem, aus seiner Sicht volksnäheren Medium Film zu. Auch fand er hier sämtliche für ihn bedeutenden Bestandteile der Kunst vereint: den Text, den Ton, die Musik und das Bild.

Wenn man so will sind seine Heimatfilme, jene die am meisten über die menschliche Existenz erzählen.Er selbst meinte in einem Interview, dass er nie so viel über die Schweiz lernte wie auf seinen Reisen durch Afrika. In seinem großartigen Hans im Glück, von einem der Auszog das Rauchen aufzugeben, folgen wir ihm dreimal dabei wie er von seinem Wohnort Zürich zu Fuß in seinen Geburtsort St. Gallen zurückkehrt. Obwohl er dabei jeweils nur 75 Kilometer zurücklegt, stellt sich das Gefühl ein, ihn auf einer Weltreise zu begleiten. Die Klarheit seiner Gedanken, die verblüffende Offenheit und sein sensibler aber sehr direkter Umgang mit Menschen, sind nur einige der Geschenke die er dem Zuschauer darin macht. Der Ruhm kam verspätet, seit letztem Jahr wurde er in mehreren Retrospektiven: auf dem DOK Leipzig, den Solothurner Filmtagen und im Arsenal Berlin geehrt, doch konnte er aufgrund seiner Krankheit zu letzterer nicht mehr erscheinen. Selbst den Schweizer Filmpreis vermochte er nicht persönlich entgegenzunehmen.

In seinem letzten Film Vaters Garten, die Liebe meiner Eltern ein würdiger Abschluss eines vielschichtigen Werkes, fragt er seine Mutter ob er in den Himmel kommt. Ihr darauf folgendes Schweigen soll nicht die letzte Antwort gewesen sein. Mit ihm ist eine Stimme erloschen, die zu wenig gehört wurde, die Welt hat nun Zeit dies nachzuholen.

 

HEUTE in der Schaubühne Lindenfels Leipzig: PODIUMSDISKUSSION – WIE SIEHT DAS KINO NACH DEM KINO AUS?

Ein Gespräch über Kino kommt immer zum richtigen Zeitpunkt. Diesem Gedanken folgend thematisieren unsere Gäste auf dem Podium Selbstverständnis, Existenzbedingungen und Alleinstellungsmerkmale des Kinos. Dabei wird über Kino als Ort und auch als kulturelle Praxis gesprochen. Die allgegenwärtige Möglichkeit digitaler Reproduktion bietet vielerorts – in Ausstellungen, im Internet oder auf BluRays – einen vereinfachten Zugriff auf Bilder. Kann sie darüber hinaus auch das Originäre des Filmerlebnisses, diese einzigartige Wahrnehmungsform, die sich von den klassischen Künsten unterscheidet, reproduzieren? Wie verhält es sich mit dem Film? Wird er automatisch zur Kunst, wenn er den Kinosaal verlässt? Ist er das vorher nicht auch schon?

Es diskutieren:

Lars Henrik Gass [Autor / Leiter Internationale Kurzfilmtage Oberhausen]

Clemens von Wedemeyer [Filmemacher / Professor für Medienkunst (Expanded Cinema) an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig]

Stefanie Schulte Strathaus [Kuratorin / Künstlerische Leitung Arsenal – Institut für Film und Videokunst Berlin]

Torsten Frehse [Filmverleiher / Geschäftsführer Neue Visionen Filmverleih Berlin]

Moderation: Luc-Carolin Ziemann [freie Kuratorin / DOK Leipzig, GfZK Leipzig]

05. April, 19 Uhr
Ballsaal Schaubühne Lindenfels

Eintritt frei

http://gegenkino.tumblr.com

Ausstellung ||| 70.000 Jahre wie ein Tag ||| Alexander Kluge ||| 03.04. bis 27.07.2014, Deutsche Kinemathek Berlin

 

70.000 Jahre wie ein Tag

Alexander Kluges aktuelle Fernseharbeiten
Filme, dazu eine Installation – verwunschenes Gelände

 

3. April 2014 bis 27. Juli 2014

Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen


Potsdamer Straße 2


10785 Berlin


Tel.: +49-30-300 903-0


Fax: +49-30-300 903-13


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