Arirang – Bekenntnisse eines Filmemachers. Einführung und Screening am 12.02.2015 19:30 Uhr in der naTo Leipzig

flyer arirang_pf Ein filmisches Zwiegespräch des koreanischen Regisseurs KIM Ki-duk (Die Insel / Frühling, Sommer, Herbst, Winter… wieder Frühling / Samaria) mit dem Menschen KIM Ki-duk anlässlich seiner – in Folge eines tragischen Unfalls am Set von Dream (2008) – Schaffenskrise. Arirang thematisiert aber nicht nur das Individuum und seine Krise, er stellt auch die Frage nach Repräsentationskraft und Wahrheitsgehalt des Bildes und vor allem nach der Position des Autors. Das Werkzeug hierfür: dem Publikum eindeutige Bilder und Geschichten, also die Leinwand als Projektionsfläche zu verweigern, sodass dieses sich nicht auf das sichere Terrain des Beobachtens zurück ziehen kann. Die Distanz KIM Ki-duks zur Kamera ist – symbolisch – gleich der des Publikums. Es stellt sich die Frage: Wer beobachtet wen? Anlässlich einer Retrospektive des Regisseurs im Berliner Arsenal 2013 schreibt dieses: „KIM Ki-duks Filme zeigen, wie kapitalistische Tauschverhältnisse auf patriarchalen Gewaltverhältnissen gründen.“ In Arirang installieren sowohl der befragte / befragende KIM als auch das sehende / gesehene Auditorium das gegenseitige Gewaltverhältnis über den Film als Tauschobjekt. 10317704_869265476449086_3139244759861239774_ohandout spiegel

Wann? 12.02.2015 19:30 Uhr (OmU)
Wo? Cinématèque in der naTo Leipzig e.V.
Einführung: Nicolas Rossi & Jonas Matauschek – Filmische Initiative Leipzig (FILZ)
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