Schrift im FILM

Bildschirmfoto 2016-03-14 um 19.10.59

Bildschirmfoto 2016-03-14 um 19.08.44

Bildschirmfoto 2016-03-14 um 19.09.56

"Fließende Zeichenkaskaden, rotierende Worte, tänzelnde Buchstaben, gekratzt, gestanzt, doppelbelichtet, einkopiert, animiert – seit Beginn des Kinos werden Schriftzeichen im Film von ihrer ursprünglichen starr-statischen Zeichenhaftigkeit befreit und in unterschiedlichster Weise in Dynamik versetzt. Die in Bewegung geratenen Lettern übernehmen im neuen System höchst unterschiedliche Funktionen: Sie eröffnen oder beschließen Filme, sie fungieren als Kommentar oder als Metapher (des Erzählens), als Informationsträger oder grafisches Element, als dramaturgisches Mittel oder als emotionalisierender Faktor."  Auszug aus einer Veranstaltung des Arsenal-Kinos 


„So Is This“, by Michael Snow (1982)

„Der Film ist ein Text. Jede Einstellung besteht aus einem leinwandfüllenden Wort in weißen Buchstaben vor schwarzem Hintergrund. Mit formalistischer Kriegslust droht SO IS THIS seinen Zuschauern, sie zum Lachen zu bringen, zum Weinen und dazu, ‚’die Gesellschaft zu verändern‘. (…) Snow kreiert eine Art bewegte konkrete Poesie. Gleichzeitig macht er einer theoretischen Debatte – Ist Film eine Sprache? – einen Strich durch die Rechnung.“ (Jim Hoberman)  http://www.arsenal-berlin.de

 

 

„Le-film-est-deja-commence“, by Maurice – Lemaitre (1951) 

Das Schlüsselwerk des lettristischen Films war ursprünglich mit begleitender Intervention gedacht: „Dieser Film sollte unter besonderen Voraussetzungen gezeigt werden: auf einer Leinwand, die aus neuen Formen und Materialien besteht, und mit spektakulären Vorgängen im Vorraum und im Kino selber (Unterbrechungen, großes Gedrängel, Dialoge, die laut mitgesprochen werden, Konfetti und auf die Leinwand gerichtete Schüsse …).“ (M.L.) Auch ohne Performance ist der Film ein radikales Werk: Lemaître kombiniert unterschiedlichste Filmszenen, montiert Positiv-, -Negativ- und Schwarzfilm, beschädigtes Filmmaterial, bemalt, stanzt und zerkratzt den -Filmstreifen, präsentiert Texttafeln mit vermeintlichen Credits oder Zuschauerermahnungen, Selbstbeschimpfungen, Collagen oder Wortfragmenten. Die Tonspur besteht aus einem langen Monolog, unter- und überlagert von lettristischen Gedichten. Die ersten Aufführungen endeten im Skandal – der Einfluss des Films auf die Nouvelle Vague und die spätere Avantgarde ist unbestritten.  http://www.arsenal-berlin.de


		
Dieser Beitrag wurde unter Essayfilm veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s