Zu schlecht für die Filmhochschule? Werner Herzog bietet eine Online-Masterclass an

90 Dollar für sechs Stunden Onlinekurs; das reicht zumindest um mehr zu wissen als vorher.

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Amateurvideos als Träger des Kulturellen Erbes: Cinémémoire

Ein wirklich gutes Projekt etabliert sich und mehr in französischen Landen. Seit 2001 arbeitet die Organisation an einem Archiv, welches überwiegend Privatvideos (aber auch unbekannte künstlerische Videos) als historisches audiovisuelles Gut enthält. Regional vornehmlich auf den Mittelmeerraum Frankreichs sowie auf einstige Kolonialgebiete des Landes konzentrierend, zeigen die Aufnahmen wichtige historische Ereignisse, Reiseberichte, etc. und enthalten ein wahrlich bislang unerforschtes Potential an Informationen. Die Essenz dieser Videos ist nicht nur anthropologischer sondern auch geschichtsreflexiver Natur.

cinememoire

Dass das Bewegtbild immer mehr als Grundlage für Forschungsprojekte unterschiedlichster Terrains herangezogen wird, ist eine kaum zu bestreitbare Tatsache. Roger Odin, der Begründer der Semiopragmatik, kommentiert in einem Video die Wichtigkeit dieses Langzeitprojekts: VIDEO (französisch). Odin hatte aus der klassischen Filmsemiotik eine veränderte Praxis entwickelt, in der die Bedeutung vom Filmen nicht allein von ihrer Semantik und Syntax abhängt, sondern sich aus der Rezeptionspraxis ergibt, die ihrerseits durch den institutionellen Kontext geprägt wird. Daraus resultiert eine veränderte Betrachtungsweise von ein und demselben Film in jeweils unterschiedlichen Betrachtungsräumen.

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Link zu Cinémémoire