FILZ – WELPREMIERE: DIE WIRKUNG DES GESCHÜTZES AUF GEWITTERWOLKEN

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Der Kurzfilm von Juliane Jaschnow & Stefanie Schroeder feiert beim diesjährigen DOK-Leipzig seine Welpremiere:

Im Sommer 2016 gab es die meisten Tornadoverdachtsfälle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Gleichzeitig werden Internet, Fernsehen und Presse von Wettergleichnissen überschwemmt: Shitstürme, Datenfluten, Flüchtlingswellen. Sprache, Metaphern, Bilder sind Werkzeuge der Kontrolle. Mit ihnen bannt man die Apokalypse-Angst – und stellt sie her. Inwiefern ist das Bild Dokument, Fiktion, Trophäe, Gegenangriff? Wie nah sind sich Manipulation und Prognose? Ist das Wetter noch echt?

Ein Film über das Bild vom Sturm und den Sturm als Bild: Stormchaser jagen Stürme mit der Kamera und verwandeln sie in fotografische Trophäen. Vor dem Greenscreen des Fernsehstudios deutet der Wettermoderator ins Nichts. Im Max Planck Institut fliegen Vögel gegen den künstlichen Wind an. Lovestormpeople fluten das Internet mit windschiefen Parolen. Escape-Games spielen mit gesellschaftlichen Ängsten. Auf Obstplantagen feuern Hagelschutzkanonen Schallwellen von 130 Dezibel in den Himmel. Welche (Un-)Wetterlagen werden in Deutschland zur Normalität? So oder so – „etwas Gewaltiges kommt auf uns zu“.

SAVE THE DATES:

Passage Kinos Wintergarten
03.11.2017 / 19:15

CineStar 4
04.11.2017 / 22:15

TICKETS

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FILZ – Weltpremiere: SHE WORKS HARD von Kathrin Lemcke

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Der Film feierte beim diesjährigen ONE WORLD BERLIN – FESTIVAL am 15.10.2017 seine Welpremiere!

Im 21. Jahrhundert findet Arbeit zunehmend individualisiert statt und entspricht somit dem neoliberalen Markt. Künstler_innen waren Teil der „Avantgarde“ dieser Entwicklungen. Von einem zeitgenössischen Berliner Co-Working Space ausgehend, beginnt die Regisseurin, utopische Formen von Arbeit zu erkunden. So reist sie zu entlegenen utopischen Gesellschaften, um mit Menschen zu sprechen, die vornehmlich künstlerisch und kulturell arbeiten. Wir hören sie über ihre individuellen utopischen Arbeitsbedingungen sprechen, sowie in einem ersten Treffen, um eine gemeinsame Utopie von Arbeit zu entwickeln. Leben und arbeiten in Utopia, wie könnte das aussehen – für das Individuum und für eine fiktionale Gesellschaft? Ein fiktionaler Dokumentarfilm über Utopien, die unmöglich erscheinen, aber das Potential haben, sich zu entfalten, wenn wir sie für möglich halten.

http://www.oneworld-berlin.de

http://www.filmpassenger.net

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