FILZ empfiehlt: Avantgarde ist keine Strömung III

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Der D21 Kunstraum und die Filmgalerie Alpha60 laden ein zur dritten Ausgabe des Mini-Filmfestivals »Avantgarde ist keine Strömung«. 

 

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Festival – Avantgarde ist keine Strömung III

 

[http://www.reiheexperimentalfilm.de]

 

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Festivalwoche

05.12.-09.12.2012

 

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Der D21 Kunstraum und die Filmgalerie Alpha60 laden ein zur dritten Ausgabe des Mini-Filmfestivals »Avantgarde ist keine Strömung«. Das diesjährige Festival ist das bislang größte und wird neben dem Programm aus internationalem Experimental-, Kurz- und Dokumentarfilmen auch Spielfilme von bekannteren Künstlern zeigen und mit dem »Künstlerkino« ein völlig neues Format präsentieren.

 

mit Filmen von Chantal Akerman, Samuel Beckett, Dara Birnbaum, Dietmar Brehm, Yvon Chabrowski, Siegfried A. Fruhauf, Dominique Gonzalez-Foerster, Michaela Grill, Juha von Ingen, Iman Issa, Amar Kanwar, Tina Keane, Anja Kirschner & David Panos, Kurt Kren, Laida Lertxundi, Sergey Loban, Georges Méliès, Deimantas Narkivicius, Katrin Olafsdottir, The Otolith Group, Norbert Pfaffenbichler, Lisl Ponger, Marion Porten, Birgit Rathsmann, Sylvia Schedelbauer, Michaela Schwentner, Semiconductor, Tor Jørgen van Eijk, Maya Schweizer, Rirkrit Tiravanija, Peter Tscherkassky, Clemens von Wedemeyer und Gillian Wearing

 

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Informationen und das vollständige Programm:

http://www.reiheexperimentalfilm.de

http://www.d21-leipzig.de

 

Preise

Einzelticket 6,50 € / 4,50 €

Tageskarte: 13 € / 9 €

Festivalpass 25€ / 20 €

 

Ermäßigung: Schüler, Studenten, Leipzigpass, Mitglieder der Filmgalerie Alpha60

Eintritt frei: Mitglieder des D21 Kunstraum Leipzig

 

Festival-Ort

Luru-Kino in der Spinnerei

Spinnereistr. 7

04179 Leipzig

http://www.luru-kino.de/

 

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Webseite: http://www.reiheexperimentalfilm.de

Image

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screening #5

 

Harun Farocki – „SCHÖPFER DER EINKAUFSWELTEN“ (DEU, 2001, 75min)

 

FILZ, Do. 22.11.2012, 18:00 Uhr, im Hedis.

 

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ACHTUNG: Die nächsten drei Termine finden DONNERSTAGS um 18:00 Uhr im Hedis statt, da sich die Termine sonst mit STUDIO INTERNATIONAL überschneiden.

 

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Diesmal beschäftigen wir uns mit den Filmen von Harun Farocki. Auf dem Programm stehen bereits „SCHÖPFER DER EINKAUFSWELTEN“ (2001 – 75min) für den 22.11.2012 und „ARBEITER VERLASSEN DIE FABRIK“ (1995 – 35min) am 29.11.2012.

 

 

„Einkaufen ist ein alltagskultureller Akt, selbstverständlich, unvermeidlich. Der Eintritt in die Einkaufswelt, in die Malls, kann zur dantesken Höllenreise oder zum erlösenden Abendmahl werden. Jedem ist diese Erfahrung geläufig und das Erscheinungsbild der Malls gegenwärtig. Diese Selbstverständlichkeit ist das Ergebnis eines hoch-komplexen Vorgangs. Die Gestaltung von Malls wird planerisch, managerial und wissenschaftlich geleitet: Es gibt Berater-Firmen, Relaunch-Analytiker, einen Zentral-verband, Mall-Zeitschriften und einen jährlichen Kongreß in Laß Vergas mit 6000 Teilnehmern und Labors, in denen untersucht wird, wohin der Blick des Kunden fällt oder wie ein „spontaner“ Kaufakt verursacht werden kann. Farockis Film „Die Schöpfer der Einkaufswelten“ sucht ein Bild davon zu zeichnen – und lädt unsere Alltagsbilder magisch auf.“

 

(Text von Antje Ehmann zu „Schöpfer der Einkaufswelten“.)

FILZ, screening #4, Di. 13.11.2012, 19:00 Uhr, im Raum 3.04.

 

Was kann man zusammenfassend über Chris Marker schreiben, ohne die letzten 100 Jahre Geschichte zu erwähnen. Angefangen in der Nachkriegszeit seines physisches Lebens sowie die Zeit davor, die er uns durch seine geschichtliche Aufbereitung hinterlassen hat?

Selbst Christa Blümlinger, eine Chris Marker Expertin, musste diese Aufgabe delegieren. „Marker als Filmemacher zu bezeichnen, griffe zu kurz. Er ist Reisender, Schriftsteller, Essayist, Fotograf, Zeitzeuge, Erzähler, Künstler und vieles mehr – sehr oft alles in einem.“

Seine hartnäckig gehütete (Nicht-)Biographie hat Bernard Eisenschitz anhand von einigen zentralen Bezugspunkten folgendermaßen charakterisiert:

„Widerstand und Befreiung (wo auch immer), der Verein „Peuple et Culture“, in dem auch André Bazin wirkte, die Zeitschrift „Esprit“, das Volkstheater. Man könnte vielleicht auch das Kino hinzusetzen – Marker schrieb zu Beginn der „Cahiers du Cinéma“, unter der Ägide von André Bazin, eine Reihe von Kritiken, schon damals aus fernen Ländern: Deutschland, Mexiko und Hollywood. Ein Zeitgenosse der Nouvelle Vague mit grundlegend anderem Hintergrund, in seinem Schaffen eher ein Verwandter von Resnais, Varda, Rouch und Gatti. Markers Interesse für Literatur und Kino schlug sich zunächst im Schreiben nieder – unter anderem in einem Buch über Giraudoux. Seine kulturellen Vorlieben durchgeistern später seine filmischen Essays und kristallisieren sich in „Immemory“, ob Hitchcock, Chateaubriand, Tarkowski, Rilke oder Michaux, ähnlich wie seine Katzenporträts oder seine Blicke auf Frauengesichter sich wiederholen. Kurosawa und Medwedkin begegnete er persönlich und widmete ihnen ganze Fil!

me, das Drehen von „Ran“ in „A.K.“ und die Geschichte des Kino-Zugs („Le tombeau d’Alexandre“) sind bei Marker aber jeweils kein bloßes Dabei-Sein oder Erzählen, sondern immer eine assoziationsreiche Annäherung an eine Arbeitsweise, ein Leben, eine Welt. Markers Betrachtungen zeigen von Beginn an eine Distanz zum Gefilmten, um einen Diskurs über die Geschichte zu ermöglichen.“

(Bernard Eisenschitz)

Péter Forgács: „Wittgenstein Tractatus“, Hungary, colour, 32 min.

 

Tattooed Dolphins, 19 January 2007 

 
Author: tedg (tedg@FilmsFolded.com) from Virginia Beach

 

Regular readers ask about what writers about film I like. It isn’t any of those French guys; in fact my history starts with Harriot and goes through Wittgenstein, then to theorists in logical narrative. (No, not Peirce.) 

Wittgenstein is a fascinating guy to study, in part because his ideas are clean, very clean. But more important was that over time he abandoned every one of them, replacing them with something more subtle, elegant and hard to reach. The ideas in „Tractus“ were his earliest and while some nice phrases can be extracted for posters, if they are worth reading at all, its worth reading the repudiation of them.

Still, anything that draws from even the first Wittgenstein trumps any silliness you will find in „What the bleep,“ „Tao of Steve,“ or „Waking Life.“

This is a very ambitious film. It has these components: text of Wittgenstein phrases from the Tractus and private statements about his own life and psyche, with that same text spoken in different time. It shows „found“ home movie segments (though some are apparently faked). These are silent of course but have some appropriate sound effects added. The era of the images varies quite a bit, most from the 50s it seems. Tractus is from about 1919. There is an effective score as well.

So we have several things in parallel, what I call „folded.“ We are given this man’s life. He was profoundly bipolar, what we now call bipolar and some of his philosophical (and architectural!) musings were specifically to counter suicide (like his brothers). We are given some very strong ideas from Tractus, which deals with the distance among the three concepts: „picture,“ „world,“ and „language.“ To use images from the world in apparently random ways (except the editing rhythm) and written and spoken language to illustrate these ideas is a brilliant notion.

We have the distance between the ideas, the distance between each of the images, and the distance among the components of what we see: its first, second and third meanings. One phrase: „everything you see could be otherwise,“ permeates. 

I saw this together with „Cremaster 2“ and this for its flaws was vastly superior. It floats above meaning but has meaning. It shows something that must be incomprehensible but must also be. One registration: all the home movies are of Hungarians. Wittgenstein was Austrian; Vienna and Budapest were cities of the same empire until Tractus and afterward Hungary began a long slide toward internalism.

So forgive the filmmaker for not getting deeper into the ideas. What he’s done is good enough to be head and shoulders above other „idea“ movies.

Ted’s Evaluation — 3 of 3: Worth watching.

montage AV

http://www.montage-av.de/a_2009_1_18.html

 

montage AV widmet sich den wissenschaftlichen Herausforderungen einer sich wandelnden Mediengesellschaft, der Theorie und Geschichte audiovisueller Kommunikation, insbesondere von Film und Fernsehen, der Diskussion neuer, richtungsweisender Forschungsansätze, den Spezialproblemen zentraler Forschungsbereiche, der interdisziplinären Theoriebildung, den Problemen einer modernen Medienausbildung. Besonderen Wert legt die Zeitschrift auf Übersetzungen, die den „Blick über den Gartenzaun“ erleichtern.