FILZ – NEWS: Stefanie Schroeder im Corso-Gespräch zur Ausstellung im NRW-Forum 24.11.2017 – 4.2.2018

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INTERVIEW im DLF-CORSO

„Um die Entwicklung meiner hauptberuflichen Selbständigkeit als Künstlerin zu beschleunigen und mich aus dem Leistungsbezug zu bringen, wurde ich zur Teilnahme an der Maßnahme „Unternehmensoptimierung – bedarfs- und situationsorientierte Kenntnisvermittlung für erwerbsfähige, leistungsberechtigte Selbständige der AI-Unternehmensberatung“ angehalten. Eine in diesem Rahmen ermittelte Entwicklungsprognose bestimmt über den Erhalt oder die Aufgabe meiner Selbständigkeit. Meine Anfrage, den Prozess filmisch zu dokumentieren, wurde abgelehnt. Aus Gesprächsmitschnitten, Hand-Outs und Korrespondenzen erstelle ich das Script für eine filmische Installation zwischen Powerpoint-Präsentation und Videoessay. Als zweite und dritte Stimme werden Auszüge aus meinem Traumtagebuch und meinem Reflux-Tagebuch hinzukommen: Was bedeutet Optimierung? Welche Sprache wird benutzt? Wie werden mein Tun und ich darin beschrieben, eingepasst und gegebenenfalls verformt? Diese Fragen werden in die Bildebene übertragen, in die Beschäftigung mit der Bildbearbeitung als Bild; Freistellen, Verflüssigen, Rauschreduzieren werden als erzählerische Elemente eingesetzt, um das dokumentarische Bild zu ersetzen oder zu umschreiben. Als Ausgangsmaterial verwende ich Stills aus einer mitgeführten Knopflochkamera, kostenlose Stockfotos/Videos, mit Darstellern und Gegenständen nachgestellte Szenen.

24. November 2017 – 4. Februar 2018

NRW – Forum, Düsseldorf

 

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FILZ EMPFIEHLT: TEMPORAL DISORDER – PART#5: JOHANNES GIERLINGER, 12.12.2017/GFZK LEIPZIG

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Der österreichische Künstler Johannes Gierlinger ist ein Träumer, könnte man behaupten. Einer, dessen Bemühung es ist, den Film als Erweiterung des Denkens betrachtbar zu machen. Es geht darum, Fragmente einer Untersuchung zu visualisieren, die Anordnung einst wenig homogener Versatzstücke liniert in die Zeitleiste zu bringen. Seine Inspiration holt er sich häufig in der Literatur, wie z.B. der experimentellen Literatur von Italo Calvino. Die Frage nach der Kombinatorik kulminiert nach etwas Freispiel in ihre eigene medienvirulente Beantwortung: Warum nicht auch den Bildern ihre Sprache zugestehen, ihre Lesbarkeit erweitert wissen? Gierlinger koppelt, löst und verschweißt meisterlich zu einem Poem voller Interpretationsvielfalt

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FILZ – WELPREMIERE: DIE WIRKUNG DES GESCHÜTZES AUF GEWITTERWOLKEN

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Der Kurzfilm von Juliane Jaschnow & Stefanie Schroeder feiert beim diesjährigen DOK-Leipzig seine Welpremiere:

Im Sommer 2016 gab es die meisten Tornadoverdachtsfälle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Gleichzeitig werden Internet, Fernsehen und Presse von Wettergleichnissen überschwemmt: Shitstürme, Datenfluten, Flüchtlingswellen. Sprache, Metaphern, Bilder sind Werkzeuge der Kontrolle. Mit ihnen bannt man die Apokalypse-Angst – und stellt sie her. Inwiefern ist das Bild Dokument, Fiktion, Trophäe, Gegenangriff? Wie nah sind sich Manipulation und Prognose? Ist das Wetter noch echt?

Ein Film über das Bild vom Sturm und den Sturm als Bild: Stormchaser jagen Stürme mit der Kamera und verwandeln sie in fotografische Trophäen. Vor dem Greenscreen des Fernsehstudios deutet der Wettermoderator ins Nichts. Im Max Planck Institut fliegen Vögel gegen den künstlichen Wind an. Lovestormpeople fluten das Internet mit windschiefen Parolen. Escape-Games spielen mit gesellschaftlichen Ängsten. Auf Obstplantagen feuern Hagelschutzkanonen Schallwellen von 130 Dezibel in den Himmel. Welche (Un-)Wetterlagen werden in Deutschland zur Normalität? So oder so – „etwas Gewaltiges kommt auf uns zu“.

SAVE THE DATES:

Passage Kinos Wintergarten
03.11.2017 / 19:15

CineStar 4
04.11.2017 / 22:15

TICKETS

FILZ – Weltpremiere: SHE WORKS HARD von Kathrin Lemcke

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Der Film feierte beim diesjährigen ONE WORLD BERLIN – FESTIVAL am 15.10.2017 seine Welpremiere!

Im 21. Jahrhundert findet Arbeit zunehmend individualisiert statt und entspricht somit dem neoliberalen Markt. Künstler_innen waren Teil der „Avantgarde“ dieser Entwicklungen. Von einem zeitgenössischen Berliner Co-Working Space ausgehend, beginnt die Regisseurin, utopische Formen von Arbeit zu erkunden. So reist sie zu entlegenen utopischen Gesellschaften, um mit Menschen zu sprechen, die vornehmlich künstlerisch und kulturell arbeiten. Wir hören sie über ihre individuellen utopischen Arbeitsbedingungen sprechen, sowie in einem ersten Treffen, um eine gemeinsame Utopie von Arbeit zu entwickeln. Leben und arbeiten in Utopia, wie könnte das aussehen – für das Individuum und für eine fiktionale Gesellschaft? Ein fiktionaler Dokumentarfilm über Utopien, die unmöglich erscheinen, aber das Potential haben, sich zu entfalten, wenn wir sie für möglich halten.

http://www.oneworld-berlin.de

http://www.filmpassenger.net

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