Buchtipp: Expanded Narration. Das Neue Erzählen

»Ce qui se réalise dans mon histoire n’est pas le passé défini par ce qui fut puisqu’il n’est plus, ni même le parfait de ce qui a été dans ce que je suis, mais le futur antérieur de ce que j’aurai été pour ce que je suis en train de devenir.«

»Was sich in meiner Zukunft verwirklicht, ist die zweite Zukunft dessen, was ich gewesen sein werde, für das, (…) was ich dabei bin zu werden.« in : Lacan, Jacques (1966): Fonction et champ de la parole et du langage en psychanalyse, in: Kracke, Bernd/Ries, Marc (Hrsg.)(2013): Expanded Narration. Das Neue Erzählen. Bielefeld: Transcript, erstmals veröffentlicht in: La psychanalyse, n° 1, 1956, Sur la parole et le langage, S. 81-166.

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SHARUNAS BARTAS: Trys Dienos (Three Days) 1991

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Three Days (1991), Bartas’ maiden feature length work, unfolds in a harbor town in Lithuania where two men and a women search for a shelter in the largely uncaring place, possibly to make love. The first Bartas film to feature his would-be collaborator (and muse) Yekaterina Golubeva, Three Days plays out as a post-apocalyptic tale set in an industrial wasteland, complete with decrepit structures and murky waters, where both positive communication (Even the meager amount of dialogue in the film turns out to be purely functional) and meaningful relationships (Almost everyone in the film seems to be a vagrant) have been rendered irrelevant. Every person in this desolate land seems to be an individual island, stuck at a particular time in history forever.

http://theseventhart.info/2010/04/24/the-films-of-sharunas-bartas/

FILZ empfiehlt: der Fluss war einst ein Mensch, Jan Zabeil 2011

Signale der Hoffnung für den deutschen Film:

Mit dem diesjährigen 50. Jahrestag des Oberhausener Manifests wird gerade fleißig die Diskussion um die deutsche Filmlandschaft wiederbelebt. Eine Stimme kommt von Dominik Graf. „Der Selbstbetrug einer Gesellschaft – inklusive ihrer Künstler –, die ein bereits zu Tode gentrifiziertes Land partout ins neue globale ‚Gute‘ hinüberretten möchte“, nennt er in seinem in der „Zeit“ erschienenen Artikel „Das Grauen … das Grauen!“ das aktuelle deutsche Qualitätskino, das sich in „Bedeutungs- und Themenfilmerei“ erschöpfe. Im selben Atemzug fordert er die Rückbesinnung des deutschen Films auf seine Wurzeln im Kino der Attraktionen der europäischen Jahrmarktkultur samt Schauwert und Trivialitäten.

Das „globale Gute“ hält in Jan Zabeils Der Fluss war einst ein Mensch Einzug als Mythos vom verlorenen Paradies. Die Utopie von einer idealen Landschaft fernab jeglicher Zivilisation. Eine geradezu jungfräuliche Welt, in der der Mensch ohne Probleme unbedarft leben kann.

Trailer:

www.critic.de

Rezension:

www.schnitt.de