Für wen macht Jean-Luc Godard noch Filme?

Ein Dorf am Genfer See: Der Verleger Klimt versucht einem Gerücht nachzugehen: Gott versucht die Liebe zu ergründen. Im Zuge dessen, ist er auf die Erde hinabgestiegen und ins Bett zu Rachel gekrochen. Um das tun zu können, hat Gott die Gestalt von ihrem Ehemann Simon (Depardieu) angenommen.

Der Film basiert auf die griechische Amphytrion-Sage, und stellt nach Godard nur einen „Versuch für einen Film“ dar.

Es geht in dem Film um die Existenz Gottes und die Endlichkeit, das Leiden an der Welt und schlichtum um Leben, Liebe, Tod. Ein narrativer Halt wird hier nicht mehr gewährt. Entscheidet sich der „alte Godard“ schlussendlich für oder gegen das Kino? Lasst uns morgen darüber sprechen, denn in JLG/JLG versucht der Meister Hinweise zu geben, die zu einer Antwort führen könnten.

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Largen than life? Manierismus und Realismus im postdokumentarischen Kino

Die Paradies-Trilogie von Ulrich Seidl

 

Seidls Filme vermögen zu schockieren und zu erschüttern, indem sie auf die entscheidenden Fragen zur Natur des Kinos und zu seiner »Moral« zielen: Fragen zu den Grauzonen zwischen dem Dokumentarischen und dem Fiktionalen; Fragen zu den Grenzen des Voyeurismus und zur Verpflichtung, unsentimental vom Leben und der Welt zu berichten; Fragen auch zum Wesen des Schauspiels, das von der Selbstdarstellung der Amateure bis zu den schönen, aber brüchigen Lügen der Profis reicht.

aus http://www.sonderzahl.at

Angewandtes Kino / Philippe Parreno

 

 

„(…) Ihm geht’s es nicht darum Filme zu machen und sich als Filmemacher zu profilieren, sondern darum, ein Format auf das Praxisfeld der Kunst anzuwenden, dessen Eigenschaften und Funktionen, Regeln und Konventionen in den gut 100 Jahren seit seiner Entstehung einen festen Platz in der Kultur gefunden haben. Gerade deswegen ist es möglich, sie auf das Format der Ausstellung zu verlagern , auch ohne die technologischen Apparate zu verwenden.“

 

Auszug aus dem genannten Buch